WayCode Redaktion · Erfurt · 18. Juli 2026
Vor dem Relaunch den Bestand erfassen
Bevor Design oder Technik verändert werden, sollten bestehende Seiten, Rankings, Suchanfragen, Backlinks, Formulare und besonders häufig besuchte Inhalte dokumentiert werden. Diese Bestandsaufnahme zeigt, welche URLs erhalten bleiben müssen und welche Inhalte wirtschaftlich relevant sind. Ein Relaunch ohne diese Daten riskiert unnötige Verluste, weil erfolgreiche Seiten entfernt oder Suchintentionen zusammengelegt werden, die weiterhin gebraucht werden.
Neue Struktur und Weiterleitungen gemeinsam planen
Ändern sich URLs, braucht jede alte Adresse ein eindeutiges neues Ziel. Pauschale Weiterleitungen auf die Startseite helfen Nutzern und Suchmaschinen kaum. Sinnvoll ist eine Zuordnung von alt zu neu, die Inhalt und Suchintention erhält. Gleichzeitig sollten Navigation, Leistungsseiten und interne Links vereinfacht werden. So entsteht eine neue Struktur, die nicht nur moderner aussieht, sondern vorhandene Sichtbarkeit kontrolliert übernimmt.
Technische SEO vor dem Launch prüfen
Zum Relaunch-Check gehören Canonicals, Robots-Anweisungen, Sitemap, strukturierte Daten, Seitentitel, Beschreibungen und genau eine klare H1 pro Seite. Auch Testsysteme dürfen nicht versehentlich mit `noindex` in die Produktion übernommen werden. Bilder, Schriften und Skripte müssen performant geladen werden. Eine technische Abnahme mit echtem Crawler deckt Fehler auf, bevor Google die neue Struktur verarbeitet.
Nach dem Launch gezielt beobachten
Direkt nach Veröffentlichung werden Weiterleitungen, Formulare, wichtige Seiten und die Sitemap erneut geprüft. In der Search Console sollten Indexierung, Crawling-Fehler und Veränderungen bei Klicks und Impressionen beobachtet werden. Kurzfristige Schwankungen sind möglich, dauerhafte 404-Fehler oder fallende wichtige Zielseiten benötigen jedoch eine konkrete Analyse. Ein Relaunch endet deshalb nicht beim Austausch der Website, sondern mit einer kontrollierten Nachlaufphase.
